Helfende Krafttiere. Meine Begegnung mit Wanderratten.

Rattus norvegicus

In diesem Frühjahr saß auf meinem Gartentisch eine Maus. Ich kam nicht sofort darauf, dass es eine kindliche Ratte war, die da neugierig herumschnupperte. In mir stellte sich ein liebevolles Gefühl ein. Bald sah ich auch die Mutter im Garten laufen, gefolgt von weiteren Jungtieren. Sie  beäugten mich, witterten keine Gefahr und bewegten sich immer sicherer in meinem Garten. Meine Salate waren bereits zügig von den Nagern abgeerntet worden. Ab und zu hörte ich ihren Besuch dann auch im Haus. Wir begannen die Türen stets geschlossen zu halten, das Haus nach Spuren zu erforschen und auch kleine Spalten abzudichten. Als die Wanderratten in meinem Garten noch zahlreicher wurden und Revierkämpfe auszutragen begannen, machte ich mich auf die Suche nach der Ursache, warum die Tiere bei mir aufgetaucht waren. Ich wohne neben alten Stallungen, wo es bis vor kurzem ein halboffenes Lager gegeben hatte, das nun ausgeräumt und von Grund auf gereinigt worden war. Meine Ratten schienen also Vertriebene zu sein. Ratten sind sehr anpassungsfähig und hecken intelligente Überlebensstrategien aus. Die Tiere gelten als Kulturfolger, da sie bei uns meist von Speiseresten leben. Geisttier-Ratten reichen in ihrer Aktivität vom Wurzelchakra bis zum Solar Plexus und ziehen Energien aus dem Stirnchakra dorthin. In Beziehung zu unserem Energiehaushalt kreisen alle existenziellen Themen um das Urvertrauen und seine Brüche. Ich hatte mich in diesen Monaten in eigene innere Räume, mit altem Familienkram begeben und in diesen Gefühlserbschaften ausgemistet, die auf Krieg und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg zurückgingen. Dabei schienen mehr „Abfallenergien“ freigeworden zu sein, als mir bis dahin bewusst gewesen war. Es begab sich auch, dass ich mich auf eine unbekannte Art beschwert, benommen,  manchmal beinahe wie schwindelig gefühlt hatte.  Die Ratten verdeutlichten mir diese ernst zu nehmenden schattenhaften Energien, denen ich nun mit gezielter geistiger Reinigung begegnete. Der Landwirt, dem die Stallungen nebenan gehörten, setzte Rattenköder ein. In meinem Garten begann ich die Rattenwege zu erkunden, schloss Höhleneingänge, verlegte Steinplatten darüber und reparierte ein aufgesprungenes Regenrohr, das in die Kanalisation führte.  Gleichzeitig holte ich einen kleinen Kater ins Haus, der nun, schon ziemlich gewachsen, für uns in ganz tiereigener Weise Wache schiebt.

Geisttiergeschenk – Hasenkänguru

Lagorchestes hirsutus

Zottel-Hasenkänguru

Ute war in Sachen Geisttiere/Krafttiere ganz unbedarft. Schamanismus und esoterische Inhalte gehörten nicht in ihre Welt. Sie zeigte sich jedoch auf ihre bescheidene Weise aufgeschlossen mehr zu erfahren und erlaubte mir ihr Geisttier zu entschleiern.

Ute lernte ich als eine ruhige Frau kennen, die nur auf Nachfrage von sich selbst erzählte. Beim gemeinsamen Frühstück schnitt sie die Frühlingszwiebel und Radieschen in kleine feine Stückchen. Während ich ihr dabei zusah, erkannte ich darin eine der persönlichen Vorlieben, die mit ihrem Geisttier zu tun hatten. Es war auch sonst, auf eine liebenswerte Weise gegenwärtig, die mich an ein kleines pflanzenfressendes Säugetier denken ließen, ohne es zunächst näher konkretisieren zu können.  Erst als ich mich auf Utes Geisttier während einer Meditation einstellte, konnte  ich es benennen.

Ich wurde von einem Zottel-Hasenkänguru überrascht, dessen Existenz mir bis dahin selber unbekannt gewesen war. Hasenkängurus leben in Australien, sind echte Kängurus und Beuteltiere, etwas so groß wie ein hiesiger Feldhase. Es gibt mehrere Unterarten, zu denen auch das Zottel-Hasenkänguru gehört. Seine Landschaft sind die Spiniflexgraslandschaften Australiens. Aufgrund moderner großflächiger Brandrodung und der zunehmenden Ausbreitung von Füchsen, die mit der Kolonisierung eingeführt wurden, sind alle Hasenkänguruhs in ihrem Überleben sehr gefährdet. Viele Unterarten gelten schon als ganz ausgestorben. Die Aborigines wussten, das Land und Tiere eine Lebensgemeinschaft bilden und speziell die Lebenserhaltung der Hasenkängurus von einer Jagd abhängig war, die nur kleinflächige Brände zu Jagdzwecken anriet, um den Hasenkängurus das schnelle Unterkommen in den umliegenden Grasflächen zu erhalten.  Hasenkängurus sind nachtaktive Einzelgänger, worin sich Ute auch wiederfand, da sie zu den Menschen gehört, die nachts besonders aktiv werden können.  In Gefahrensituationen gräbt das Zottel-Hasenkänguru sich eine Mulde, duckt sich hinein, verschmilzt mit der Landschaft, um so unsichtbar wie möglich zu sein.  Stöbert der Feind es doch auf, lässt er ihn ganz nah heran, um dann zu seiner Rettung einen  weiten Sprung aus der Situation zu machen. Auch Ute machte sich in Konfliktsituationen zuerst unsichtbar, wenn das nichts half, sprang sie im wahrsten Sinne des Wortes auf und davon. Einmal trug Ute offene Schuhe, dabei fiel mein Blick auf ihren großen Zeh, der sehr lang und dabei ganz gerade war. Ich erkenne immer wieder bei Menschen physische Details, die ich mit den Geisttieren in Verbindung bringen kann. In diesem Fall sah ich den langen Fuß des Hasenkängurus in Utes Zeh abgebildet. Das Zottel-Hasenkänguru besitzt einen bescheidenen liebenswerten Humor, der sich bei Ute in kleinen Dingen und Gesten ausdrückte, die mir unsere Begegnung  zu einem Herzenserlebnis machten.

Kornweihe

Circus cyaneus

Manchmal bemerke ich Geisttiere sofort, meist bei Personen, die ich neu kennenlerne und die mit ihrem Geisttier gut verbunden sind – auch wenn sie es selber nicht bewusst wahrnehmen. Daniela war eine dieser Menschen. Ich traf sie zum ersten Mal, als sie zusammen mit  einer Freundin in einem gängigen Krafttierbuch blätterte. Daniela konnte sich vorstellen einen Hasen als Krafttier zu haben oder ein Reh. Dabei sah ich ihr den Greifvogel ins Gesicht geschnitten. Es war ihre bescheidene zurückhaltende Sprechweise, die mich auf den Plan rief, ein Gespräch mit ihr über Krafttiere zu beginnen. Daraufhin ergab sich meine Arbeit für Manuela und ihrem Greifvogel-Geisttier-Kornweihe.

Kornweihen sind in Deutschland das ganze Jahr über anzutreffen, eine Anzahl der heimischen Kornweihen zieht dennoch im Winter gen Afrika. Sie sind wachsam und machen einen zurückhaltenden Eindruck, da sie auf leise Töne reagieren und in wachsamer Resonanz mit allen Regungen ihres Lebensraumes stehen. Die Kornweihen-Weibchen haben in ihrem Aussehen, besonders in der Betrachtung von vorne, etwas von einer Eule. Im Gesicht von Daniela konnte ich das nicht sehen, aber in ihrem Verhalten konnte etwas eulenhaftes beobachten.

Die Weisheit der Eulen beschreibt die Fähigkeit aus dem Dunkel zu schöpfen, den unsichtbaren Raum spür-mental und auditiv zu entkleiden; eine Eule jagt auf diese Weise ihre Beute im Dunkel der Nacht. Daniela hatte eine besondere Intuition für Gefühlsmischungen. Sie sezierte ihre geheimnisvolle Zusammensetzung in entsprechende Anteile einzelner Gefühlsqualitäten; Verzweiflung, Einsamkeit, Enttäuschung, Traurigkeit, Hass und Angst. Damit war sie immer gewillt anderen Menschen unter die Arme zu greifen und voll in ihrem Geisttierelement.  Kornweihen als tagaktive Greifvögel, jagen im bodennahem Suchflug und bleiben der Erde als Lebensraum mehr zugewandtt als andere Greifvögelarten.

Als helfendes Geisttier kannst du die Kornweihe einladen, um zu erkennen, wie und womit sich dein alltägliches Leben emotional erschöpft . Darüber hinaus wirken sie mit einer schönen intuitiven Kraft im Tagesbewusstsein, die voller Selbstbestimmtheit ist und beschenken dein Herz mit einen wunderbaren beseelten Naturempfinden.

 

Einführung in Geisttiere

Für den Fall, dass Geisttiere oder Krafttiere Dir hier zum ersten Mal begegnen, möchte ich Dir eine Einführung geben.

Geisttiere können eine Stück intuitives Lernabenteuer bedeuten. Das ist spannend und schön. Die Tierwelt ist überaus gegenwärtig, eben nicht nur in physischer Form, sondern als geistige Energien und Qualitäten von Eigenschaften, spezialisiert auf Empfindung, Wahrnehmung und Mitgefühl.  Vorsicht ist insofern geboten, als dass sich auf dem Gebiet geistiger Kräfte und subtiler Energien alles Mögliche einbilden lässt! Entdecke selbst und prüfe für Dich, was Du erfährst.

fraumitvogel

Es geht um Dein eigenes Gespür.

Auf einem Streckenabschnitt Deiner Suche nach Dir Selbst, finden sich Tiergeister ein. Sie machen Dir Lerngeschenke im Bereich der Intuition, des Mitgefühls und geistiger Fähigkeiten, die Du im bewussten Kontakt mit ihnen erfahren kannst. Es ist ein Motivationstraining damit verbunden, die jeweiligen Lernprozesse zuzulassen. Sie bedürfen der Voraussetzung, dass Du der Intuition in Deinem Leben Raum gibst oder anders ausgedrückt Deine intuitive Lebensrealität anerkennst.  Aspekte Deiner Selbst werden sich entfalten, die Du bis dahin verstandesgemäß eingeschränkt hast. Stell es Dir wie das Erlernen eines Musikinstrumentes vor. Es gibt Instrumente, die zu Dir passen, andere nicht. Sieh Dich in der Tierwelt um, folge Deinem Bauchgefühl, spüre nach, denn gewiss besteht zwischen Dir und Deinem Geisttier bereits eine Verbindung, die sich vorfühlen lässt, ähnlich der ersten Begegnung zwischen Liebenden. Es kann jedoch passieren, dass Du Dich irrst. Du merkst es daran, dass Du bald Dein Interesse und Deine Freude an dem ausgesuchten Geisttier verlierst. Dann suche ein neues Tier aus. Gestehe Dir möglicherweise ein, kein Gespür für Geisttiere entwickeln zu können oder zu wollen, so wie Menschen ganz uninteressiert an eigener Musik  bleiben. Es macht auch keinen Sinn Geisttiere wie Objekte zu sammeln! Es geht um die innige Beziehung. Egal mit welchem Geisttier Du vertraut wirst, Deine Fähigkeit ein mitfühlender Mensch zu sein, wird sich in dieser Freundschaft potenzieren!

 

Fennek. Vulpes zerda

FennekIn der Wüste lebt Fennek, Wüstenfuchs. Seine großen Ohren leisten Dienst gegen Überhitzung, falls er sich an den heißen Tagen überhaupt aus seinem Bau begibt. Er ist Überlebenskünstler, wie jeder andere Fuchs auch, ein Allesfresser und schlauer Kerl, mit bester Nase und feinem Gehör. Als Geistfreund springt er bei emotionaler Überhitzung ein. Er versteht den Gefühlsausbruch abzuleiten. Das ist ein wertvoller Dienst für Menschen, die leicht durchbrennen.

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Fennek ✧Krisenhelfer✧

Krafttiere von A-Z

Anleihen auf Kulturfelle

wiesel-in-plastik

Kunden kauften schöne Schuhe. Im Preis mitinbegriffen war je eine Schattenaktie Tierquälerei für Lederschuhliebhaber, hätte Giselas Nachbarin Tabea jetzt dazu gesagt. Die gleichen Kunden interessierten sich für Kuscheltiere. Ähnliches Produkt: Krafttiere. Gisela klickt. Krafttiere von A-Z. Ist das eine Einladung zu einem Krafttier-Spiel? Da sie keine Anleitung vorfindet, meldet sich ein Gedanke: Du könntest den ersten Buchstaben Deines Vornamens wählen. G wie Gisela. Die Krafttiere sind alphabetisch geordnet. Gans, Gazelle, Gemse, Gepard, Giraffe oder Grashüpfer. Gepard oder Giraffe wählt Gisela. Sie findet sich zu klein für eine Giraffe, zu langsam für den Gepard. Bleibt noch die Gans, nein schnattern tut sie nicht. Auch die Gemse schließt sie aus, weil sie nicht klettern kann. Vielleicht ist ihr Krafttier eine Gazelle, denn Giselas Augen sind braun und ihre Wimpern lang und dicht. Sie liest, dass Gazellen leichtfüßig und wendig durch die Steppe springen. Gisela fühlt sich behäbig. Das ist das Aus für ihre Krafttier-Gazelle. Giselas zweiter Vorname: Maria. Tiere mit M sind Maulwurf, Maus, Marder. Moorschneehuhn fehlt, denkt Gisela. Ein Murmeltier passt zu ihr.  Manchmal fühlt sie sich wie angewurzelt. Gisela klickt auf Murmeltier und liest mehr dazu. In Amerika gibt es einen Murmeltiertag! Ob die Amerikaner wissen, was bei ihnen los ist? In Deutschland gibt es den Dachstag. Wettervorhersage! Je nachdem ob der Dachs dann zu sehen war oder nicht, ist der Frühling nah oder bleibt weiter adachsus. Das Murmeltier kommt mit Schnelligkeit – Gisela überlegt, was das alles mit ihr zu tun haben könnte. Sie will abwarten, doch gleichzeitig ist sie bereits verführt. Welches Krafttier könnte sie darin unterstützen der Schokolade zu widerstehen. Sie will nach Eigenschaften suchen wie Genügsamkeit. Es gibt keinen Suchauftrag für Eigenschaften bei Krafttiere A-Z.  Dann stolpert sie über den Button Spenden. Gisela interessiert es, was für Tierprojekte unterstützt werden sollen. Doch sie findet an dieser Stelle den Spendenaufruf, damit Krafttiere A-Z online bleiben kann. Sie entfernt sich zurück in ihr Suchergebnis. Mal sehen, was ihre Suchmaschine noch zu bieten hat. Geschirrspüler beginnen auch mit G wie Gisela. Und tatsächlich, der Geschirrspüler begleitet sie freundlich jeden Tag. Ihre beide Kinder heißen Jonas und Alice. J wie Jaguar. A wie Ameisenbär. Seitdem verteilt Gisela Krafttiere nach den Buchstaben von Vornamen, manchmal nimmt sie auch den Anfangsbuchstaben eines Nachnamens, wie bei ihrer Nachbarin Tabea K., Veganerin und so. K auf jeden Fall wie Kuh.

 

Krafttiere sind eingesichtertieremensche esoterische Entdeckung mit mythologischem Wurzelwerk, die in ganz verschiedene Kulturen hineinreichen. Sie wurden als Zutat in Gottes Mysterium vermutet; sie gehören unbedingt als Gewürze in den schamanischen Kuchen. Ob Bär oder Hirsch, Fuchs oder Adler. Der Ethnologe Michael Harner schmeckte die Tiere heraus und kreierte Tier-Bonbons mit Etikett. Krafttiere werden heute meist im Schnellkurs selber gebacken. Auch neue Gerichte sind entstanden: Mythologischer Krafttierauflauf mit Schamanenerguss. Der Konsens von Inhalten zu den Krafttieren hat die Form von Tomaten. Da sollte man meinen, die Leute wären sich einig. Doch da wurde geklont und schon immer waren es Menschen, die den Tieren Botschaften zusprachen. Ähnlich wie Kindereltern den Kuscheltieren ihre Stimmen verleihen. Aus leblosen Tierfreunden werden lebensfähige Geschöpfe, noch gleich etwas psychologisch vertieft und spirituell befedert. Krafttiere brauchen kein Futter, auch keinen teuren Tierarzt. Es sind Wildtiere, frei und bedienungssicher für den Seelensucher. Es fallen auch keine Reisekosten an, wenn ein Bussard seine Flügel aufspannt und den Eso-Probanden mit sichka%cc%88tzchennimmt. Die Schamanenreise mit einem Krafttier ist ein Wunderwerk bei co2 Ausstoss gegen Null.  Nulltarif erst recht, wenn es um das seelisch teure Gut Vertrauen geht. Reiter, die mit Pferden aus Fleisch und Blut befreundet sind, wissen um die Treue ihres Pferdes bei guter Behandlung. Wie auch andere geliebte Tiere des Menschen, sie sind wie die kleineren Geschwister, sehr gefühlsbetont! Und Essen, das ist wichtig. Fällt das nun für Krafttiere wirklich aus? Kein Futter! Was machen die so den ganzen Tag in der Astralwelt? Stirbt ein geliebtes Haustier rückt die Mensch-Tier Beziehung  in den geistig gefühlten Lebensbereich. Ein Mann erzählte mir, dessen Katze verstorben war, dass sie in astraler Weise zu Besuch käme, dass sie mit ihm spielen wolle, wie sie es auch zu Lebzeiten getan hatten. Als ob der Tod für das Tier weniger Relevanz gehabt hat, als das gemeinsame Spielen.

Kommt ein Tiergeist auf Einladung zu Besuch? – Mitteleuropäer sind Gedankenjäger, sie können sich leicht mehr vorstellen als tatsächlich da ist. Symbolhaft werden Brücken zu den Eigenschaften der Tiere geschlagen. Menschen harmonisieren mit Tierarten, zumindest theoretisch betrachtet ist diese Harmonie medialisiert. Eine Art inwendiges Tier, ein eingeprägter Tiergeist, darauf könnte das Spiel, das Gisela begonnen hatte, hinauslaufen. So wäre der Luchs aquarellluchsoder ein anderes im Sprung begabtes Tier immer dabei, sobald ein Junge mutig aus großer Höhe von einem Baum springt! Bei handlungsstarken Personen, könnten sich Tierarten wie Kleinbären, Dachse oder die australischen Wombats eingeprägt haben. Ein Wombat ließe eine Person handlungsstark bis zum Umfallen erscheinen. Nach der Ruhephase würde er gleich mit der Arbeit weiter machen, Wombats strotzen von Handlungsbereitschaft und intuitiver Einsatzbereitschaft. Anders der Wapiti, er prägt Menschen in die Tiefe hinein, mit Sanftmut. Während sich nach außen hin sanfte Tatkraft offenbart, die in heilsamen Belangen ihren Geltungsbereich findet. Tiergeister waren Magie. Heute sind sie mehr eine gefühlsbetonte abstrakte Einprägung. Der von Natur und Tieren entfremdete Mensch wächst in sein Kulturfell hinein.

 

 

 

 

Schmetterlingskraft. Nachtfalter. Prozessionsspinner.

Thaumetopoea

ProzessionsspinnerfalterProzessionsspinner gehören zur Ordnung der Schmetterlinge und stellen eine Unterfamilie der Zahnspinner dar. Es sind Nachtfalter, die mit ca. 100 Arten vorkommen. Ihre Raupen bilden giftige Brennhaare aus. Sie wurden nach ihrem Verhaltensmerkmal benannt, in einreihigen oder mehrreihigen Prozessionen zur Nahrungssuche auf ihren Wirtsbäumen umher zu wandern.

Schmetterlinge in ihrer geistigen Kraft, sind Verwandlungskräfte, die Impulse und Ideen durch verschiedene Stadien der Entwicklung ausreifen. Im Prozess einer Existenzgründung wäre das Raupenstadium damit vergleichbar, eine Idee zu einem durchdachten und tragfähigem Konzept auszuarbeiten. Um eine Idee zu einer erfahrbaren Gestalt zu verhelfen, wird eine gewisse Menge an Energiezufuhr benötigt. Das Raupenstadium der Prozessionsspinner umfasst 5-6 Entwicklungsstadien. Die Raupen häuten sich dementsprechend oft und fressen die jungen Triebe ihrer Nahrungspflanzen radikal ab. Die Raupen der Zahnspinner haben extrem wirksame Mundwerkzeuge. Mit festem Biss, agressionsstark in den Fressphasen, wechseln sie mit Ausruhphasen ab, in denen der Organismus in einen Halbschlaf fällt, der dem kreativen Entspannen während einer Projektentwicklung gleicht. Nach der dritten Häutung bilden die Prozessionsspinner ihre giftigen Brennhaare aus. Zu diesem Zeitpunkt ließen sich im Rahmen einer Projektentwicklung  bereits bedeutende Konzeptinhalte festschreiben, die es festzuhalten und zu schützen gilt. Die Raupen der Prozessionsspinner haben durch die Brennhaare kaum noch Fressfeinde. In Südtirol, an einem Brixener Berghang, wo ich den Pinienprozessionsspinner kennenlernte, hörte ich auch den Kuckuck rufen. Er ist unempfindlich gegen die Brennhaare der Raupen und spuckt die Haare nach dem Fressen wieder aus.  Es sind die kurzen Raupenhaare, die das Gift enthalten. Die Raupen reagieren auch auf Gefahr und vermögen Haare abzuwerfen, die dann sofort brechen, ihr Gift freisetzen und in der Luft zirkulieren. Die Haare besitzen kleine Widerhaken und dringen schnell in den Feind ein.

Prozessionsspinner Die Nahrungspflanzen des Prozessionsspinners sind je nach Unterart verschieden, Nadel- oder Laubbäume in Sonnenlage, bevorzugt an Waldrändern. Es kommt immer wieder zu einer, für Menschen unerwünschten Überlappung von Lebensräumen, besonders in siedlungsstarken Gebieten. In den südlichen Regionen Deutschlands ist der Eichenprozessionsspinner bereits seit 1995 verstärkt vorhanden. In den Niederlanden ist er mittlerweile in jeder Provinz zu finden. Begünstigt durch die milderen Temperaturen und äußerst anpassungsfähig in seinem Verhalten, hat er sich unaufhaltsam ausgebreitet. Kommt es zu Engpässen in der Nahrungsversorgung durch die jungen Triebe seiner bevorzugten Baumart, siedeln die Raupen in ihrem typischen Prozessionsstil auf benachtbarte Bäume um. Die Raupen sind nachtaktiv. Bleibt die Population der Prozessionsspinner maßvoll, geht keine Gefahr von ihnen aus. Vielmehr ist die rasche Übervermehrung bedenklich, die den mehrjährigen Kahlfraß von Baumkronen bewirken und nachhaltig ihren Wuchs beeinträchtigen können, bis hin zum Absterben der Bäume.

Menschen befinden sich heute allgemein in einer höheren Allergiedisposition. In der Geisttierbetrachtung nehme ich dabei emotionale Zusammenhänge ins Visier, die jeder Mensch, der in eine Allergiesituation mit dem Prozessionsspinner gelangt, für sich alleine orten muss. Ich möchte im weiteren nur Orientierungsaspekte liefern, wie der Prozessionsspinner als Geisttier in der Begegnung interpretiert werden kann. Es gilt die Schmetterlingskräfte in tag- und nachtaktive Kräfte zu unterscheiden. Innhalb der Nachtfalter sind die Prozessionsspinner Schmetterlingsraupen mit wehrhaft giftiger allergieauslösender Reaktion. Im Vergleich mit einer tagaktiven Schmetterlingskraft, folge ich dem Gedankengang, dass die Nachtfalter als Geisttiere kreativ mit dem menschlichen Unterbewusstsein verknüpft sind. Sie verwandeln verborgene unterbewusste Inhalte in eine erfahrbare Gefühlsrealität. Charakteristisch für den Prozessionsspinner ist ein inhaltlicher Zusammenhang, der sich kreativ-freurig anfühlt und sich eventuell im Verlauf agressiv ausagiert, was sich dann hemmend auf die Vitalität der Umgebung oder die innere Realität einer Person auswirken wird. Dies bleibt aus, insofern ein Wiederholungsrhytmus dem Gefühlsleben eine anhaltende Erholungsphase gewährt.

Am Ende ihres Raupenstadiums angelangt, nach zwei bis drei Monaten, kriechen die Raupen der Pinienprozessionsspinner in einreihigen Prozessionen von ihren Wirtsbäumen herunter und graben sich ein Erdloch zur Verpuppung. Sie erwachen mit einem neuen, sich entfaltendem Körpergefühl. Bevor sie in die Nacht fliegen, strecken sie sich ausgiebig.  Ihr Leben braucht die Dunkelheit. Im künstlichen Licht verrücken die Nachtfalter zu Motten, die darin vergehen müssen, denn in ihrem geistigen Wirken bleiben sie ein Teil der sich verbergenden Lebenskreisläufe.

Kegelrobbe Superheld.

kegelrobbe supermanAlle großen Raubtiere stellen einen sinnvollen geistigen Schutzfreund für Kinder oder ängstliche Erwachsene dar. Es gibt natürlich keinen rundherum Schutz durch Geisttiere. Auch bleibt die Wirkungsebene des Geisttieres mehr im Verborgenen, weil sie im seelischen Empfinden wirkt. In welcher Weise sich der Schutz entfaltet, ist ein ganz individueller Prozess, vorausgesetzt das Kind oder der Erwachsene wenden sich der Tierkraft bewusst zu. Ein Kind könnte sich dem Wasser hingezogen fühlen, doch Angst vor dem Schwimmen haben. Durch die innere, geistige Kontaktaufnahme mit einer Robbe, als helfendes Geisttier, ist es möglich, dass das Kind diese Angst, innerhalb eines halben Jahres, überwindet. Es wird allerdings nur zu einem sicheren Schwimmer werden, wenn es übt. Es ist notwendig der Angst zu begegnen, so dass das Geisttier angeregt wird den Lernprozess in der Gefühlswelt des Kindes zu begleiten.

Leidet eine Person an starken Angstphänomen und Panickattacken, ist bereits eine Situation gegeben, in der die Gefühlswelt stark beeinträchtigt ist und weiter erstarrt. Tiere sind keine Menschen und verhalten sich auch anders. Tiere sind scheu und reagieren meist schon flüchtend auf fremdartige Ereignisse. Geisttiere entfernen sich bei Stress und nach traumatischen Erlebnissen sind sie für die jeweilige Person nicht mehr zugänglich. Tritt ein Schutztier an seine Stelle, ist das wie ein Notfalleinsatz zu verstehen. Es wird Trost von ihm ausgehen. Gleichzeitig drückt das Notfalltier, auf eine mit der Person verwandte Weise, die Einschränkung, die durch die Angst gegeben wird, mit aus. Das habe ich schon viele Male so beobachten können.

kegelrobbe tiefseetaucherDie Kegelrobbe, in einem Heilungsverständnis, wird durch ein Kältefeld menschlicher Angst nicht abgeschreckt. Sie taucht unter das Eis, bis in das Zentrum des Fühlens, dass sich im Nabelchakra konkretisiert. Sie vermag in den Bereich der Gefühle eines neugeborenen Kindes vorzudringen, das jeder einmal war. Existentielle Angst und Mißtrauen, die durch Vernachlässigung oder Gewalterfahrung im Kleinkindalter entstanden sind, bleiben geistig weiter gegenwärtig. Kindheitserlebnisse, die Angst vor dem Tod ausgelöst haben, erinnern auch später noch an den Schmerz und  Kontrollverlust, der zwar nicht mehr zugeordnet werden kann, doch Angst assoziiert bleibt. Die Kegelrobbe ist darauf spezialisiert, dem ganz frühen kindlichen Empfinden Heilung zu schenken.  Geisttiere wirken in Seelenzeit, die zeitlos misst, was in unserer schnelllebigen Welt oftmals unverstanden bleibt, weil Geduld gefordert ist.

Büffel

Bos bison

Bison bisonEinst zogen mehr als 4 Millionen Büffel über die großen Prairien Nordamerikas. Es waren riesige Herden, die sehr widerstandsfähig waren und auch die kalten Winter mühelos überlebten. Was die indianschen Stämme an Nahrung und zum Leben brauchten, nahmen sie von den Büffeln. Die Büffel wurden in einer Weise geachtet, die den europäischen Einwanderern und unser heutigen Gesellschaft stets fremd geblieben ist. Dieser Respekt vor dem Tier drückte sich darin aus, das die Jagdbeute als wertvolle Ressource gewertet wurde. Neben dem Fleisch erhielt der ganze Körper eine Zuweisung im Gebrauchssinne, bis ins Detail.  Das erlegte Tier wurde von der menschlichen Gemeinschaft vollständig aufgenommen. Der Büffel gilt den Indianer als von der Sonne gesandt, ausgestattet mit lebensspendender Sonnenqualität. Er ist Sinnbild für das heilige Zentrum des Lebens. Mit dem Büffelschädel auf dem Altar wird das Göttliche, das große Mysterium geehrt.

Im westeuropäischen Krafttierverständnis ist der Büffel mit dem Wunschdenken nach Versorgung und Überfluss verknüpft worden. Er soll Reichtum im Äußeren bringen und innerlich in die Dimension des großen Geistes führen. Dabei wird in vollkommener Weise ausser Acht gelassen, das der Büffel in seiner Symbolkraft als Gottessymbol mit dem christlichen Kreuz korrespondiert. So sehr Menschen auch um Wohlstand beten, die Gnade des Göttlichen offenbart sich nicht in Reichtum und Wohlstand. Die göttliche Gnade fordert heraus, nimmt und gibt im Wechsel. Das Gebet mit dem Büffelgeist verweist auf die Annahme der  bestehenden Umstände und ist Anrufung um Hilfe für die Gemeinschaft und seine Mitmenschen. Die persönliche Existenzsituation mit Büffelkraft zu sponsern, das funktioniert nicht.

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Waldelefant

Loxodonta cyclotis

WaldelefantDer junge Mann war Abiturient, mit erstklassigem Notendurchschnitt. Seine Berufswahl oder Studienrichtung hatte er noch nicht getroffen. Das gab mir Anlass sein Geisttier einzuladen.

Eine bergige Landschaft und Regenwald senkte sich in meine Wahrnehmung. Ein fühlbar großes Tier wurde anwesend. In der Peripherie meiner Gedankenwelt entstand die afrikanische Savannenlandschaft, samt Tierwelt. Erkenntnis entsteht wie ein Blitz. In den Regenwäldern , von West- bis Zentralafrika, lebt der Waldelefant.

Er ist der kleinere Vertreter der Elefanten Afrikas, wobei sich die Arten auch kreuzten und alle möglichen Mischformen entstehen ließen. Unterscheidungsmerkmale zwischen dem Waldelefanten zum afrikanischen Elefanten liegen in seiner deutlich kleineren Körpergröße, seinen runden Ohren, seinem Passgang, in der etwas dunkleren Haut. Waldelefanten sind als Gestalter des Regenwaldes tätig. Sowohl die Vegetation, als auch viele Mitlebewesen danken es ihnen. Beide Geschlechter tragen Stosszähne, die deutlich zum Boden geneigt sind. Die Waldelefanten verstehen es sinnvoll formend in das Vegetationsbild des Dschungels einzugreifen. Sie erschaffen und erhalten Routen, holzen ganze Bäume ab, legen so großzügige freie Plätze an, auf denen die Vegetation sich frisch und neu entfalten kann. Waldelfanten ernähren sich 16 Stunden täglich aus der artenreichen Pflanzenpalette des Regenwaldes. Sie sind hauptverantwortlich für die Aussaat der Pflanzen, deren Samen erst einen tierischen Verdauungstrakt passieren muss, um keimfähig zu werden. Als ausdauernder Wanderer garantiert er dem Dschungel seine ständige Aufforstung. Waldelefant Kraftaspekt

Ostsee Kegelrobbe.

Halichoerus grypus balticus

KegelrobbeKegelrobben sind die größten Raubtiere Europas. Ihr Gebiss weist, im Unterschied zu anderen Robbenarten, deutlich scharfe kegelförmige Zähne auf. Sie sind Warmblütler in kühlen Meeren, auf eine Körpertemperatur von rund 37°C ausgelegt. Wie alle Robben sind sie exzellente Schwimmer und können sich anhand ihrer Barthaare unter Wasser, auch bei Dunkelheit, orientieren.

Bei aller Zähigkeit und Charakterstärke, die Kegelrobben aufweisen, bleiben sie in ihrem Wesen sanft  und entspannungsfähig. Das Element Wasser wird in der geistigen Betrachtung zum Träger von Emotionalität. Kegelrobben stellen ihre geistige Qualtiät im zweiten und dritten Chakra zur Verfügung.

Die Ostsee hat im Mittelwert eine Tiefe von 52 m. Ostsee Kegelrobben tauchen gerne bis zum Meeresgrund und können problemlos weite Strecken mit Stundenkilometern bis 35 kmh zurücklegen. Manchmal sind sie in senkrechter Haltung zu sehen, wobei sie den Kopf über Wasser halten, dann schlafen oder pausieren sie auf offener See. Kegelrobben sind anhand dreier Verbreitungsräume systematisiert, die ostatlantischen Kegelrobben, die westatlantischen Kegelrobben und die Ostsee Kegelrobben.

In der geistigen Verwandschaft zwischen Kegelrobbe und Mensch, lässt sich eine Person mit Führungsstil vorstellen, die sich in Hinblick auf ihre Familie und Mitarbeiter einfühlsam darstellt. In dieser Position fungiert sie als Ernährer. Sie hält Macht inne, wie es der Kegelrobbe in ihrem naturgegebnen Umfeld entspricht, Beherrscher der Nahrungskette zu sein. Der angreifende Instinkt ist ein wundervolles Handlungswerkzeug und bringt einen leistungsstarken Fang zusammen. Die Kegelrobbe erweist sich als ständige prädatorische Inspiration. Sie strahlt ein körperbewusstes Lebensgefühl aus, mit stromlinienförmigen Maßen, wie es mit einem schnittigen Fahrzeug gegeben ist, dass über die Autobahn gleitet.

Bereits Wochen vor der Paarungszeit fechten die Bullen heftige territoriale Kämpfe um die besten Liegeplätze aus. Es kommt zu blutigen Verletzungen. Die Weibchen wählen ihren Partner nach den schönsten Liege- oder Wurfplätzen aus, denn sie treffen hochschwanger ein. Bevor sie der Paarung zustimmen, werden sie ihr Kind gebären und drei Wochen ihrer Aufzucht widmen. Als Indikator dafür, dass junge Kegelrobben, ihr erstes und schon ganz auf sich selbst gestelltes Lebensjahr, im Meer überleben, wird der störungsfreie Verlauf dieser ersten Lebenswochen angesehen. Die Babys werden in der kurzen Zeit zu einem kräftigen Tier, mit dem Gewicht eines erwachsenen Menschen. Männliche Kegelrobben erlangen ein Gewicht bis zu 300 kg, die weiblichen Tiere bleiben deutlich leichter.Kegelrobbe 1HS:16

Abgrenzung stellt für Menschen mit geistiger Kegelrobbenverwandtschaft, auch bei gesellschaftlicher Dichte, wie für die Tiere in der Robbenkolonie, kein Problem dar. Sie sind zu großer Unabhängigkeit fähig, ohne sich aus der Gemeinschaft auszugrenzen. Die weiblichen Tiere sind in ihrer Grundfarbe hell und dazu dunkel gefleckt. Bei den männlichen Tieren erscheint die Fleckung oft zu dunklen großen Flächen verschmolzen. Das Kegelrobbenfell besitzt keine wärmende Unterwolle. Darum waren im weltweiten Rauchwarenhandel (Handel mit Tierfellen) nur die cremeweißen Embryonalfelle von Bedeutung, nicht aber das Fell der Jungtiere oder der erwachsenen Robben.  Die Ausrottung der Ostsee-Kegelrobben im 19 und beginnenden 20 Jahrhundert wurde durch die Ostseefischerei verursacht, da sie die Tiere als Konkurrenz begriff. Eine ausgewachsene Kegelrobbe muß einen täglichen Nahrungsbedarf von ca. 6-10 kg Fisch decken.

Der Natur- und Artenschutz der Ostsee Anrainerstaaten hatte sich besonders seit 1980 für Erholung der Ostsee Kegelrobbenbestände stark gemacht, doch Meeresverschmutzung und Fischereiinteressen lieferten die maßgeblichen verhindernden Sachverhalte. Bis heute wird die Art als stark gefährdet eingestuft.  Der Gesamtbestand der Ostsee Kegelrobben hatte sich laut einer Mitteilung des WWF im Jahr 2014 in der nördlichen Ostsee auf 24ooo Tiere erholt.  Für Deutschland wurde seit 2013 signalisiert, dass die Kegelrobbe auch an die deutsche Ostseeküste zurückgekehrt sei. 2015 wurden dort rund 75 Tiere bei der Heringsjagd gesichtet. Ihre Wurfplätze liegen jedoch weiterhin in Dänemark und Schweden.  Seit 2009 war in der EU ein Handelsverbot für Robbenprodukte in Kraft getreten. Die Jagd auf Kegelrobben hat damit nicht aufgehört. Das Konkurrieren um den Fischbestand geht weiter.

Quellen: (1) Wiederansiedlung der Ostseekegelrobbe (Halichoerus grypus balticus) an der deutschen Ostseeküste, Angewandte Landschaftsökologie Heft 54, Bund für Naturschutz, 2003; (2) http://www.ostsee.de/schon-gewusst/daten.html (abgerufen 16.3.2016)  (3) https://de.wikipedia.org/wiki/Robbenfell (abgerufen 16.03.2016); (4)  http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/kegelrobbe/ostsee-kegelrobbe/ (abgerufen 17.03.2016) (5) http://www.bund.net/themen_und_projekte/meeresschutz/portraets_leitarten/im_meerwasser/kegelrobbe/ (abgerufen 17.03.2016);  (6) Robert Marc Lehmann, Kegelrobben sind keine Kuscheltiere – Erfahrungsbericht des Fotografen  http://blog.ac-foto.com/?p=590 (abgerufen 19.03.2016)

 

Tristan Albatros

Diomedea dabbenena

Albatros4Vor 8 Jahren begegnete ich dem Geisttier Albatros bei einer jungen Frau. Sie war durch Ereignisse in ihrer Kindheit, in ihrem Lebensvertrauen und ihrer Beziehungsfähigkeit verletzt worden. Sie war bereit zu träumen, sich in Zustände zu begeben, die sie ihre seelischen Verletzungen vergessen ließen. Andrerseits war sie begabt darin, in Kontakt mit Leuten zu kommen, die ihre traumatischen Erinnerungen zu neuem Leben erweckten. Manchmal lebte sie tagelang auf der Straße, mit oder ohne Drogen, in einem Rauschzustand, von Jugend und Ewigkeitsgefühlen umwoben. Für Albatrosse ist es anstrengend den Flug aufzunehmen und auch wieder zu landen, doch in ihrem dynamischen Segelflug sind sie getragen von einer Ausdauer, von einer besonderen Fähigkeit, es auch mit den sehr stürmischen Wetterlagen aufzunehmen. Die junge Frau manövrierte sich gekonnt durch schwierige Erlebnisse und Gefühlslagen. Ich erlebte sie entschlossen darin, ihr Leben zu meistern.

Ein Albatros jagt auf hoher See. Seine Lieblingsspeise sind Tintenfische, die des nachts aus der Tiefe an die Meeresoberfläche kommen. Dazu kleine Fische und Krebse. So nah der Oberfläche sind sie keine großartigen  Flugkünstler mehr. Gerne lassen sie sich im Wasser nieder, um schwimmend zu fressen. Sie wissen instinktiv, wo sie fündig werden.  Albatrosse profitieren dabei ebenso von der Beute von Killerwalen, als auch von den Abfällen der Fischereischiffe. Tristan Albatrosse brüten auf der südatlantischen Gough Insel. Ab dem dritten oder vierten Lebensjahr gehen Albatrosse eine feste Partnerschaft ein. Ihre Jungen füttern sie mit fliegenden Fischeiern. In früherer Zeit klebten diese Fischeier an schwimmenden Holzstücken oder Stroh. Heute verbinden sich diese Fischeier auch mit dem im Meer treibenden Plastikmüll. Die Albatroseltern können die Eier und den Plastikmüll nicht trennen und füttern die jungen Albatrosse damit, der sich dann als unverdaulicher Fremdteil einlagert.  Auf den Midway Inseln, im pazifischen Ozean, führt das zu einem Massensterben der Albatros Jungvögel. Aber auch andere Seevögel sind betroffen. Die Population des Tristan Albatros, der nur auf der Gough Insel brütet, ist durch einAlbatros8e Maus-Plage sehr stark gefährdet.  Seit dem 19 Jahrhundert sind sie auf der Gough Insel Hausmäuse invasiv, durch Robbenfänger eingeschleppt. In jüngster Zeit wurde erkannt, dass die Mäuse sich auch von den Albatrosküken ernähren. Für 80% der Jungvögel bedeutet das ein grausames Ende. Die Tristan Albatrosse haben gegen den Angriff von Mäusen keine Verteidigungsstrategie evolutioniert.  Die Elternvögel sehen zu wie ihre Küken angegriffen werden und können nicht handeln.

Albatrosse sind beeindruckende Vögel, von einer Ausstrahlung und Kraft, dessen volle geistige Kraft sich nur bestimmten Menschen entfalten kann. Menschen, die in einem extrem bewegten Modus mit ihrer Gefühlswelt leben. Sie bewirken Ausdauer, wo kein Landeplatz weit und breit. Sie bewirken Stabilität, wo nichts zum Festhalten ist. Tristan Albatros ist ein großer geistiger Weggefährte, mit dem ein Mensch in Kontakt findet, der sich in Resonanz mit seinem größten Glück und seinen stärksten Alpträumen und Seelentiefen befindet. Er lässt sich selber frei, im Wind und Wetterspiel der Lüfte, empfindet das, was ihn umtreibt, in einem seine Kräfte schonenden Gleitflug, bei einer Flughöhe über 10000 m.

 

Link: Midway film trailer, Chris Jordan

Eulen

Strigiformes

Schleiereule_2Erkenntnis und Güte sind wie zwei Flüsse, die als Fluss der Weisheit ineinander münden. An diesem Fluss leben die Eulen. Es sind nachtaktive Tiere, der Dunkelheit mächtig, ob sie im Wald leben oder in den Seelenräumen der Menschen unterwegs sind. Eulen sind die Tiere, denen Menschen sich anvertrauen, wenn sie Rat suchen und weise auf ihrem Lebensweg geführt sein wollen.

Tyto alba. Schleiereule

Von den Schleiereulen sind um die 30 Arten bekannt. Sie leben auf allen Kontinenten, von den warm gemäßigten Zonen bis in die Tropen. Ihr herzförmiges Gesicht bietet die Eigenschaft einer Verdichtung, von den Schallwellen der Geräusche, die sie wahrnehmen will. In der Natur sind das die Geräusche, die die kleinen nachaktiven Nager machen. Das ermöglicht ihr eine konzentrierte Jagd. Im menschlichen Seelenraum fokussiert sie sich auf Deine Frage, Dein Anliegen. Ihr Jagdflug ist lautlos. Damit sie für ihre Beute verschwiegen bleibt, versteht sie es die Windrichtungen für sich zu nutzen. Sie schnürt die Päckchen an Informationen für Dich zusammen, die sich Deines bewussten Nachdenkens entziehen. Die Auslese folgt. Als intuitive Partnerin nimmt sie ihren Ruheplatz in Deinem dritten Auge ein. Von dort versorgt sie Dich mit ihrer Weisheit, die wie ein Lichtstrahl direkt in Dein Bauchgefühl strahlt, und weiter in die Landschaft um Dich herum mündet. Als ob sich ein Weg für Dich ebnet, der Dich zum eigenen Sehen einlädt.

 

Schwan. Höckerschwan.

Cygnus olor

Höckerschwan2 Wer hat nicht schon einmal von Tieren geträumt und sich gefragt warum er gerade von dem bestimmten Tier geträumt hat. Wenn es dann noch in der Alltagswelt auftauchte, als reales Tier oder Bild, so schien die Seele daran beteiligt zu sein. So ging es mir vor 20 Jahren, als ich von einen Schwan träumte, der im Eis eingefroren war. Damals erhielt ich einen Text zu der Schwanenkraft. Es war die Verheißung auf eine erkenntnisreiche Entschleierung, die den Durchbruch zu Licht und Erleuchtung ebnete. Begegnungen mit der geistigen Kraft von Tieren bieten keine schnelle Lösung, vielmehr Hinweise und Zeichen, denen jeder zu Folgen frei ist.

Höckerschwäne lieben seichte Gewässer und die Flachwasserzonen der Flüsse. Bei Ihrer Nahrungssuche, durch Gründeln, sorgen sie bedeutend für die Sauberkeit der Gewässer, weil sie viel Faulschlamm aufnehmen. Ein erwachsener Höckerschwan, mit einem Gewicht von 13 Kilo und einer Flügelspannweite von über 2m, gehört zu den imposanten Vögeln der Erde. Höckerschwäne leben monogam. Während ihrer Brutzeit sind sie besonders wehrhaft. Füchse, Marder und Greifvögel jagen meist Jungvögel. Menschen hingegen üben Vandalismus an Schwanennestern aus. In Deutschland, um die Jahreswende, darf der Höckerschwan für drei Monate noch gejagt werden. Schwäne, die ihren langjährigen Lebenspartner verlieren, gehen erst nach einer Zeit der Trauer wieder auf neue Partnersuche. Ihre anmutige Trauer berührt. Manchmal wollen sie sich nach dem Verlust des Partners das Leben nehmen. Um dieser Gefühlstiefe willen, führt die Schwanenkraft in die Liebe. Dabei kann Schwanenkraft dem Mondlicht gleichen, die dunklen Seiten seiner Selbst zu beleuchten. Es gilt in der Tiefe den Faulschlamm zu klären. Der geistige Schwan verheißt dem Menschen, dass sich seine Gefühlswelt vollenden und durch-lichten wird. In der Weise, wie er selbst, in seinem Inneren, zu vollendeter Schönheit heranwächst.

Alces alces. Elch

Elch

Eine Frau erzählte von einem Elch geträumt zu haben, mit großem Geweih. In ihren Gedanken formte sich Moose, englisch für Elch. Sie fragte nach einer möglichen Bedeutung, worauf ich ihr antwortete:

Du könntest von einem Alaskaelch geträumt haben. Seine Hirsche zeichnen sich durch eine sehr viel größere Spannweite im Geweih aus als die europäischen Elche. Im Bezugsrahmen kanadischer und nordamerikanischer indianischer Spiritualität besetzt der Elch einen bedeutungsvollen Platz. Inhaltlich lässt sich der Tiergeist Elch nicht mit Worten wie Qualität oder Stabilität, auch nicht als ein Maß von Lebensenergie fassen. Vielmehr beschreibt der erwachsende und gesunde Elch eine großartige Kraft, die sich durch die Natürlichkeit seines herrschaftlichen Auftretens ergibt, dem natürliche Feinde fremd sind. Sein Habitat sind Landschaften mit hohem Feuchtanteil und Wassernähe. Elche besitzen Häute zwischen ihren Klauen, sie sind gute Schwimmer. Die Nähe zum wässrigen Element lässt sie zusammen mit ihrer Großartigkeit in der geistigen Gefühlswelt unzweifelhaft bestehen, von Selbstwert und Selbstachtung beseelt. Als geistige Medizin reicht der Elch eine Essenz in die träumende Seele, die einen Mangel an Selbstachtung ausgleichen möchte.

Meine Zeichnung zeigt den Europäischen Elch, wie er im Zoologischen Museum König in Bonn steht. Ich hatte gestern Anlass ihn zu zeichnen, weil mich wieder einmal das Gefühlserbe meiner Eltern eingeholt hat. Die Heimat meiner Eltern hatte bis 1948 im Samland, nahe der Kurischen Nehrung gelegen, im kriegsverlorenen Ostpreussen. Als meine Eltern Kinder waren, lebten dort zahlreiche Elche. Der Krieg, so heißt es, hat die Elche Ostpreussens ausgelöscht. Tätergeneration, Kriegskinder, Kriegsverlierer und Befreiungsopfer, alles fand sich in meiner Familie zusammen. Ich wuchs im Rheinland auf,  in einer elterlichen Atmosphäre von verdrängtem Schmerz und tiefgreifendem Heimatverlust, arbeitsamer Ordentlichkeit und wildem Alkoholismus, der stets auch Selbstverachtung preis gab und das verbergen wollte, was der Krieg an Vertrauenskollaps mit sich gebracht hatte. Innerlich gärte es in uns Nachkriegskindern weiter. Verschlossene Erinnerungen, die mein familiäres Gefüge der Unehrlichkeit, Liebesvermeidung und väterlichen Ausraster prägten, brannten sich mir als Selbstwertverlust ein. Täter-Opfer schädigendes Erleben, das gehörte zu mir, wie zu meinen Eltern. Es setzte sich fort und weiter fort und verlangte wieder und wieder nach Heilung. Die Familie der Hirsche sind in ihrer geistigen Qualität von herzlicher Liebe, von Sanftmut und Freundlichkeit. Sie sind fähig Heilungswege zu finden. Sie führen durch dunkle schmerzvolle Erfahrungen, bis dass das eigene Fühlen, gleich Lichtungen, zunehmend größer und freier wird.

Nach dem Krieg siedelte Russland in Ostpreussen wieder Elche an. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 und der folgenden Auflösung des militärischen Sperrgebietes um die Kurische Nehrung, entstand dort ein Naturschutzgebiet, wo im Jahr 2005 30 Elche gezählt wurden. Die kurische Nehrung gehört seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der Unesco.

 

Kiebitz. Vanellus vanellus

Kiebitz3Jahreswechsel in der Geistqualität des Kiebitz

Kiebitze gehören zu den Regenpfeifern. Sie sind echte Zugvögel. Kurzstreckenzieher, die eine Entfernung von ca. 3000 km zurücklegen. Sie sammeln sich zu Schwärmen und fliegen tagsüber. Ihre instinkthafte Orientiertheit vermählt sich mit der Wahrnehmung von Erdmagnetismus, Sonnenstand und den Zuggewohnheiten ihrer Vorfahren. Kiebitze, die bei uns brüten, überwintern am Mittelmeer oder in Nordafrika. Kiebitze, die in Skandinavien brüten, überwintern bei uns. In ihren Brutgebieten sind Kiebitze Bodenbrüter offener Feuchtwiesen und Watlandschaften. Die Männchen formen flache Mulden in den Boden, die Weibchen zupfen nur einige Halme zurecht, die dem Begriff  Nest kaum gerecht werden. Doch so bleiben ihre beige braun gesprenkelten Eier für die Fressfeinde äußerst schwer auszumachen. Brütende Kiebitze fliegen auf, sobald sich ein jagender Raubvogel, ein Fuchs oder Hund nähert. Sie verstehen sich auf die Kunst der Ablenkung, um ihren Nachwuchs zu beschützen. Dabei setzen sie gerne komediantisch anmutende Bewegungen ein. Während der Balz beeindrucken die Männchen durch ihre akrobatischen Kunstflüge. Kiebitze verbringen ihr Leben in verbindlichen Partnerschaften, die nicht unbedingt monogam sein müssen und mehrfach zwei Weibchen einschließen. Kiebitze stellen eine unerschrockene und selbstbewusste Vogelart dar, die über ein angriffslustiges Vertrauen verfügt, wenn es darum geht ihre Nachkommenschaft zu verteidigen.

Dem Menschen gegenüber verliert er. In früherer Zeit galten die ersten Kiebitzeier als Trophäe für den Frühlingsbeginn, die den Königen und Fürsten zugedacht wurden,  wie auch die Kiebitze selber, die als Delikatesse galten, stets gejagt worden sind. Heute steht der Vogel in Deutschland unter Schutz, in Frankreich und anderen Ländern darf er jedoch weiter gejagt werden, was  jährlich zum Tod  huntertausender Kiebitze führt. In Europa minimiert sich der Bestand zusehends. In für ihn typischen Landschaften, falls sie überhaupt noch bestehen, ist er oft nicht mehr anzutreffen.

KiebitzKiebitze sind Insektenfresser bei zusätzlicher Aufnahme eines geringen Pflanzenanteils. Sie haben ein Gespür für die Anwesenheit von Larven und Kleintieren, die sie sicher erspüren und aufpicken. Kaum aus den Eiern geschlüpft, begeben sich junge Kiebitze auf die selbstständige Nahrungsuche und wie selbstverständlich beginnen sie zu schwimmen. Sie bleiben jedoch längere Zeit noch wärmebedürftig und die Mutter umsorgt ihre Küken entsprechend. Dem gewöhnlichen Kiebitz ist seine Verbundenheit mit einem wasserreichen Habitat angetraut. In die geistige Qualität übertragen, umschreiben wasserreiche Landschaften, die Verbundenheit mit Gefühlswerten, die die geistige Präsenz des Kiebitz entsprechend prägen.

Während des Jahreswechsels erscheinen auch die Menschen wie Schwarmvögel, ein gleiches Reiseziel zu verfolgen. Dabei verändert sich im eigentlichen Sinne nichts. Ich möchte den Jahreswechsel als ein Vogelzug in der Vorstellung annehmen, eine mentale Reise, die wesentliche Aspekte des alten Jahres hinter sich zu lassen versucht und sich erhofft auch im neuen Jahr in der eigenen Komfortzone zu bestehen.  Der Jahreswechsel vollzieht sich als ein Wechsel in der Thermik von Raumzeit und Zeitgeschehen. Es entsteht eine lustvolle Wendung, die der Kiebitz als überraschende Drehung vollführt.  Sein Flug ist wie der Volksmund es ausdrückt, von gaukelnder Art, er bereitet Freude und verzaubert die Zuschauer.

Gaur. Bos Gauros

Gauraquarell2015Gaur ist das ursprüngliche wilde Rind, dass in Indien und Südostasien beheimatet ist und die weltweit größte Rinderart darstellt. Aus ihm wurde der Gayal, der meist halbwild lebt, als domestiziertes Rind gezüchtet. Gaure sind leichtfüßig, trotz ihres enormen Gewichts. Sie leben in bergiger dicht bewaldeter Landschaft, bis 1800m Höhe, mit Zugang zu Waldrändern oder Lichtungen, die für ihr Nahrungsangebot von großer Bedeutung sind.

Was hat Menschen je dazu motiviert Tiere zu töten und ihr Fleisch zu essen? Ergab es sich aus der Beobachtung, dass bestimmte Tiere andere Tiere fraßen? Die Gaure ernähren sich rein pflanzlich. Sanftmut strömt in ihnen. Ihr Stirnchakra vibriert in einem energiereichen Modus. Mit ihrer wiederkäuenden Art, ist geistig gesehen eine reflektive Kraft verbunden, die sich mit Selbstregulation verbindet. Diese Tiere haben eine erhebliche Bedeutung für die Wälder , in denen sie leben.

Die Gaure wirken sehr mächtig und ihre sanfte Haltung gegenüber der Schöpfung legt ein geöffnetes Herzchakra nahe.  Diese Rinder sind von Natur aus scheu und voller Ausdauer. Ehemals tagaktiv, haben sie sich vieler Orts zu einem nachtaktiven Tier entwickelt, um der Betriebsamkeit des Menschen zu entkommen. Gaure sind die friedvollen Wächter ihrer Wälder, die sich aber nur bei drohender Gefahr angriffslustig zeigen. Ihre geschwungenen Hörner stellen eine gewaltige Waffe dar. An natürlichen Feinden bleibt wenig, zumal wenn die Tiere ausgewachsen sind. Der Mensch mit seinem gierigen Wesenszug ist Feind Nummer 1. Besonders durch die menschliche Landnahme und die Krankheiten seiner domenstizierten Rinder ist für die wildlebenden Gaure ein stetig zunehmendes Aussterben verbunden.

Ein inhaltlicher Zusammenhang ist auch mit meinem Beitrag Hausrind und Milchkuh gegeben.

 

Geisttierfokus im Dezember 2015

Truthuhn. Meleagris gallopavo.

Truthahn2015

Für das Truthuhn und anderes Zuchtgeflügel, dass in diesem Dezembermonat auf christlichen Tafeln zur Speise kommt, ist der natürliche Überlebenskampf von vornherein zum Scheitern verurteilt. Keines dieser Tiere überlebt seine Jugend. Truthühner in Gefangenschaft werden nicht älter als 5 Monate.

Das wildlebende Truthuhn ist Waldbewohner, sein optimaler Lebensraum wird geprägt von dichtem Unterholz und hohem Baumwuchs. Truthühner sind Bodenbrüter, mit einer ganzen Reihe natürlicher Fressfeinde. Es sind tagaktive Vögel, die ihre Schlafplätze auf Bäumen einnehmen. Ihr Federkleid bietet nicht nur Tarnung, sondern ebenso einen markanten Glanz und besonders bei den männlichen Vögeln die Schönheit, die in der Entfaltung seines ganzen Federkleides liegt. Truthühner sind in Amerika heimisch. Hennen und Hähne bleiben außerhalb der Paarungszeiten gerne in kleinen überschaubaren Gruppen unter sich.  Der Stolz des Truthahnes verleiht seiner Balz die Würze, wie ein Feuer, dass sein Federnkleid auffächert, die Farben seines Kopfes zum Leuchten bringt, von gesunder Kraft und imposanter Schönheit.

In der Vogelwelt erscheint das Imponiergehabe des Männchens während der Balz als untrügliches Zeichen dafür, dass er sich ganz aus der Aufzucht der Jungen heraushält. Es ist von der Natur so eingerichtet, dass junge Truthühner Fürsorge und Wärme ausschließlich bei der Mutter suchen. Die frisch geschlüpften Truthühner beginnen zügig ihre eigene Nahrung zu picken, die in den ersten zwei Monaten aus kleinen Insekten besteht. Diese eiweißreiche Kost initiiert ein schleuniges Wachstum. Später schwenken sie, ebenso wie die Eltern, auf rein pflanzliche Nahrung um.

In der dunklen Jahreszeit, wo Weihnachtssterne leuchten, neigt sich unser christliches Gedächtnis der Geburt Jesu zu. Während für Maria die Schwangerschaft eine Zeit der Prüfung und Entbehrung darstellte, ist von christlicher Bescheidenheit gerade kaum etwas zu spüren, mehr denn je wird der vorweihnachtlichen Umsatzsteigerung der Hof gemacht. Die große Gefährdung für die seelische Gesundheit der Menschen liegt darin sich einsam zu fühlen. Darüber können auch Geschenke nicht hinwegtäuschen.

Truthühner brauchen weder Weihnachtsgeschenke, noch schenken sie sich dem Menschen selber zum Festmahl. Truthuhns geistige Wirkungsweise sehe ich mit der Halswurzel verbunden, dort wo sich der Laut manifestiert, für den die Truthühner bekannt sind. Von stolzer, selbstbewusster Kraft tönt trut-trut, ihr Ruf. Er vermag den Jäger zu irritieren, der die spontane Bewegungsart des Vogels unterschätzt hat. Jede Kreatur ficht ihren Lebenskampf aus. Das Truthuhn besitzt eine couragierte Art der Selbstverteidigung, was nicht verhindert hat, dass es vom Menschen mehr als andere Tiere gejagt worden ist. Es sind Geschichten über seine Opferbereitschaft entstanden. Der Mensch will behaupten er habe ein Recht darauf den Vogel zu jagen.Truthuhn2015

Truthühner gelten als mutig und sind dazu geschickt und einfallsreich. Sie nehmen ihre Umwelt sehr im Detail wahr, in allen Farben und Schattierungen. Truthühner sind Vögel mit Charakter und Persönlichkeit, die ganz eindeutig individuelle intelligente Wesen bezeichnen.

In der Sprache der Seele symbolisiert der Wald unwegsames Terrain, verborgene Stätten, geheimnisvolle Athmosphäre.  Nicht wie die Nacht, die das Unbewusste symbolisiert. Der Wald assoziiert, was dem Tagesbewusstsein entzogen scheint. Die geistige Qualität, die der Truthahn bringt, vermute ich in der Belebung und Verschönerung dessen, was aus Gewohnheit unsichtbar geworden ist und sich der eigenen Wahrnehmung längst entzogen hat. Truthuhngeist ist geheimnisvoll kreativ und schickt Impulse in die Orte und Zeiten unseres Alltages, die wie sein Balzkleid zum Hingucken sind, die den Dornröschenschlaf verwaister Aufmerksamkeit für eine Sache beenden. Ein neuer Kreislauf von wacher Wahrnehmung kann beginnen.

Geisttier Fokus im November 2015

Hauspferd und Herbstbaum

 

Pferd2015Der Ort in dem ich wohne beherbergt einen Reitstall und viele Pferdefreunde. Auf den Wiesen rund um das Dorf grasen Pferde auf oft sehr klein parzellierten Flurstücken. Reiter führen ihre Tiere meistens  in langsamer Schrittart aus. Schnelligkeit und Ausdauer, diese großartigen Eigenschaften der Pferde werden kaum mehr sichtbar. Grasende Pferde können idyllisch anmuten, ihr Bewegungspotential ist jedoch eingeschränkt bis degeneriert. Die Kraft der Pferde, die sich in der Bewegung mit Geschicklichkeit und Ausdauer paart, steht beim Hauspferd, dass heute zu Freizeitzwecken gehalten wird, in negativer Bilanz.

Die Anfänge der Domestikation der Pferde sind schwer zu ermitteln. In Mesopotamien verbreiteten sich domestizierte Pferde zu Beginn des zweiten vorchristlichen Jahrtausends. Archäologen vermuten, dass sie aus Nord und Mitteleuropa eingeführt worden waren. Es handelte sich dabei um ein leichtes Pferd, dem heutigen Araber vergleichbar. Die Pferde verdrängten, die bereits sehr viel früher domestizierten Halbesel als wirtschaftliche Dienstkraft. Für alle Haustiere gilt, dass ihre Instinkte, im Vergleich mit ihrer Wildform nicht mehr intakt sind.

In seiner geistigen Qualität schenkt das Wildpferd dem Menschen Kraft und Ausdauer bei allen Lebensaufgaben , die wie eine stetige Quelle, die vitale Energie zu erfrischen vermag und die Libido positiv beeinflusst. Um nach der geistigen Qualität Ausschau zu halten, die das Hauspferd prägt, erscheint  es notwendig sich an die ehemaligen Wildpferdeherden und ihrer Domestikation zu eHerbstbaum2015rinnern.

Die Pferderasse Przewalski ist bis heute die einzige Art, die als Wildform überlebt hat.  Scheuheit ist allen Pferden zu eigen. Sie ziehen sich natürlicherweise gegenüber Fremden und Bedrängern zurück. Innerhalb einer Wildpferdherde spielt der Leithengst eine enorme Rolle, da er seine Herde zur Flucht antreibt. Er selbst stellt sich mutig zwischen seine Herde und den Feind und fordert ihn zum Kampf heraus. In der Begegnung mit dem Pferd erwies sich der Mensch als sein Bezwinger von Freiheit und selbstbestimmtem Leben. Dennoch nahmen die gefangenen Pferde den Menschen zum Freund, da er ihm gegenüber für Schutz und Futter sorgte, also die Position des Leithengstes und der Leitstute übernahm. Innerhalb der Wildpferdeherden war die Leitstute maßgeblich verantwortlich die Herde an die besten Futterplätze zu führen. Sie galt als die klügste Stute der Herde. Das unterworfene und gesättigte Pferd, dessen Herz von großer Sanftheit ist, hat sich dem Menschen vertraut gemacht und sich anvertraut. Mensch und Pferd wurden Gefährten und Freunde. Die geistige Qualität speziell der Hauspferde sehe ich in dieser Freundschaftsgabe.

Die Blätter der Laubbäume haben die Wege, die durch die Landschaft führen gelb gefärbt. Manch alter Geselle Baum zeigt seine knochigen alten Äste. Wird er im kommenden Frühjahr sein Laubkleid wieder tragen? Oder wird er bald abgeholzt werden oder ganz von alleine sterben. Der November ist satt mit dem Gedenken an die Toten und endende Lebensstationen.

 

Araneus diadematus. Gartenkreuzspinne

KreuzspinneVon der Natur wie wertvoller Schmuck getragen, zeugen Spinnennetze der echten Radnetzspinnen, zu denen auch die Gartenkreuzspinne gehört, im Morgentau von mystischer Eleganz. Das wässrige Element, dass die Spinnennetze so richtig zum funkeln bringt, ließe sich mit den intensiven Gefühlen vergleichen, die das Leben eines jeden Menschen erst besonders spürbar machen. Einer rein aus Gedanken gewebten Welt bliebe die konkrete Form versagt. Nicht umsonst hängt die Spinne in der Schwebe, verknüpft sie doch die geistige Schöpferkraft mit dem Webfaden der Wirklichkeit. Dieser  kreative Prozess beginnt bei einem hoch gelegenen Ankerpunkt, dessen Faden in den Wind gegeben wird, so dass er sich irgendwo verfängt. An diesen Faden wird ein zweiter Faden geknüpft, dessen Verbindungspunkt das Zentrum des entstehenden Netzes wird. Zu erkennen ist die Form eines Ypsilon, dessen Senkrechte sie an einem unteren Punkt ebenfalls verankert. Diese Grundform ergänzt die Gartenkreuzspinne mit mehreren Speichen und dreht von der Mitte aus eine Spirale nach außen. Im Anschluss dreht sie ihren klebrigen Fangfaden von aussen nach innen. Die Gartenkreuzspinne stellt insgesamt 7 unterschiedliche Fadenarten her, wobei jeder eine andere Anwendung findet. Die Spinnenseide verfügt über sehr besondere Eigenschaften; trotz ihrer Zartheit ist sie sehr elastisch und belastbar, zudem wasserfest und kann doch gleichzeitig auch Wasser aufnehmen. Bis heute ist es der Wissenschaft nicht gelungen diese Eigenschaften auf künstlichem Wege nachzubilden. Das Spinnengarn erscheint von beseelter Art zu sein, das in der geistigen Betrachtung den Beutefang der Spinne zu einem unausweichlichen Schicksal im Gewebe des Lebens erhebt.