Kategorie: Orientierung

Vorstellung. Kunstprojekt Geisttier. Ergänzende Inhalte über Geisttiere, Krafttiere, Schamanismus, Spiritualität und Chakren.

Für den Fall, dass Geisttiere oder Krafttiere Dir hier zum ersten Mal begegnen …

Die Vielfalt der Tierwelt lässt sich in physischer Form durch tausende von Tierarten wahrnehmen.  Jede Tierart stellt ein besonderes Verhalten und Eigenschaften vor, die geistige Lebensenergien prägen. Dennoch ist es ein gewagter Schritt ins Unsichtbare, sich vorzustellen oder zu empfinden, dass im Verbund der eigenen Persönlichkeit ein Tiergeist existiert.  Du landest in der Welt der Geister und das ohne wenn und aber. Vielleicht wägst Du in Gedanken ab, dass die Geisterwelt ebenso zu Dir gehört, wie deine materiellen Lebensumstände. Das ist ein sinnvoller Ausgangspunkt, um die Spur des eigenen Geisttieres aufzunehmen.

Es geht um Dein eigenes Gespür.

Zwischen Dir und Deinem Geisttier besteht bereits eine Verbindung. Du kannst es Dir nicht aussuchen. Es ist weniger eine Suche, mehr ein tiefes Erkennen darüber, welche Tierart in Deiner Empfindungswelt pulsiert. Diese äußerst subtile Wahrnehmung  lässt sich nicht willentlich herbeiführen und vielen Menschen bleibt die feinstoffliche Wahrnehmung unzugänglich. Was wäre auch die Welt der Geister, wenn sie sich jedem zeigte? Es geht darum Dein eigenes Gespür für die feinstofflichen Energien zu entwickeln, die die Empfindung Deiner eigenen Identiät unbewusst mitprägen.

Es geht um die innige Beziehung

Du kannst ein helfendes Geisttier einladen, mit einer Bitte, Dich in bestimmten Eigenschaften und Empfindungen zu unterstützen. Egal mit welcher Tierart oder Tiergattung Du in eine bewusste geistige Verbindung trittst, es ist von Bedeutung, dass Du mit diesem Geisttier vertraut wirst und eine innige Beziehung findest. Deine mitfühlenden Fähigkeiten und subtilen Wahrnehmungen, auch Deine Intuitionskraft werden sich in dieser Freundschaft entfalten können. Aber nicht wie du willst und denkst, sondern ganz ohne Plan und intuitiv. Geisttiere werden keine direkte Wirkung auf Deinen materiellen Lebenserfolg nehmen können. Sie gehören in die subtile geistige Erfahrungswelt und entfalten ihre Wirkungskräfte auch dort.

Du kannst mich zu Deinem persönlichen Geisttier ansprechen. Schreibe mir eine E-Mail.

Tabellarische Übersicht – Chakren

Numerisch

Symbolisch

Chakra

Deutsch

Inhaltliche Stichworte

Anzahl der Blütenblätter

7

Sahasrãra-Chakra

Kronen-Chakra

(Scheitel-Chakra)

Bewusstsein

Vollendung

Freiheit

Qualität Kosmos

6

Ãjñã-Chakra

Stirn-Chakra

(Drittes Auge)

Erkenntnis

Wahrnehmung

Konzentration

Qualität Geist

2

5

Viśuddha-Chakra

Hals-Chakra

(Kehlkopf-Chakra)

Verständigung

Kreativität

Ausdruck

Qualität Äther

16

4

Anãhata-Chakra

Herzchkra

Liebe

Dankbarkeit

Güte

Qualität Luft (Wind)

12

3

Manipūraka-Chakra

Sonnengeflecht-Chakra

(SolarPexus Chakra)

Macht/Ohnmacht

Emotionen

soziale Gestaltung

Qualität Feuer

10

2

Svãdisthãna-Chakra

Nabel-Chakra

(Sakral-Chakra)

Bewegungsenergie

Lebensfluss

Hingabe

Qualität Wasser

6

1

Mūlãdhãra-Chakra

Wurzel-Chakra

Überleben

Stabilität

Körperbewusstsein

Qualität Erde

4

 

Geisttierfokus im Dezember 2015

Truthuhn. Meleagris gallopavo.

Truthahn2015

Für das Truthuhn und anderes Zuchtgeflügel, dass in diesem Dezembermonat auf christlichen Tafeln zur Speise kommt, ist der natürliche Überlebenskampf von vornherein zum Scheitern verurteilt. Keines dieser Tiere überlebt seine Jugend. Truthühner in Gefangenschaft werden nicht älter als 5 Monate.

Das wildlebende Truthuhn ist Waldbewohner, sein optimaler Lebensraum wird geprägt von dichtem Unterholz und hohem Baumwuchs. Truthühner sind Bodenbrüter, mit einer ganzen Reihe natürlicher Fressfeinde. Es sind tagaktive Vögel, die ihre Schlafplätze auf Bäumen einnehmen. Ihr Federkleid bietet nicht nur Tarnung, sondern ebenso einen markanten Glanz und besonders bei den männlichen Vögeln die Schönheit, die in der Entfaltung seines ganzen Federkleides liegt. Truthühner sind in Amerika heimisch. Hennen und Hähne bleiben außerhalb der Paarungszeiten gerne in kleinen überschaubaren Gruppen unter sich.  Der Stolz des Truthahnes verleiht seiner Balz die Würze, wie ein Feuer, dass sein Federnkleid auffächert, die Farben seines Kopfes zum Leuchten bringt, von gesunder Kraft und imposanter Schönheit.

In der Vogelwelt erscheint das Imponiergehabe des Männchens während der Balz als untrügliches Zeichen dafür, dass er sich ganz aus der Aufzucht der Jungen heraushält. Es ist von der Natur so eingerichtet, dass junge Truthühner Fürsorge und Wärme ausschließlich bei der Mutter suchen. Die frisch geschlüpften Truthühner beginnen zügig ihre eigene Nahrung zu picken, die in den ersten zwei Monaten aus kleinen Insekten besteht. Diese eiweißreiche Kost initiiert ein schleuniges Wachstum. Später schwenken sie, ebenso wie die Eltern, auf rein pflanzliche Nahrung um.

In der dunklen Jahreszeit, wo Weihnachtssterne leuchten, neigt sich unser christliches Gedächtnis der Geburt Jesu zu. Während für Maria die Schwangerschaft eine Zeit der Prüfung und Entbehrung darstellte, ist von christlicher Bescheidenheit gerade kaum etwas zu spüren, mehr denn je wird der vorweihnachtlichen Umsatzsteigerung der Hof gemacht. Die große Gefährdung für die seelische Gesundheit der Menschen liegt darin sich einsam zu fühlen. Darüber können auch Geschenke nicht hinwegtäuschen.

Truthühner brauchen weder Weihnachtsgeschenke, noch schenken sie sich dem Menschen selber zum Festmahl. Truthuhns geistige Wirkungsweise sehe ich mit der Halswurzel verbunden, dort wo sich der Laut manifestiert, für den die Truthühner bekannt sind. Von stolzer, selbstbewusster Kraft tönt trut-trut, ihr Ruf. Er vermag den Jäger zu irritieren, der die spontane Bewegungsart des Vogels unterschätzt hat. Jede Kreatur ficht ihren Lebenskampf aus. Das Truthuhn besitzt eine couragierte Art der Selbstverteidigung, was nicht verhindert hat, dass es vom Menschen mehr als andere Tiere gejagt worden ist. Es sind Geschichten über seine Opferbereitschaft entstanden. Der Mensch will behaupten er habe ein Recht darauf den Vogel zu jagen.Truthuhn2015

Truthühner gelten als mutig und sind dazu geschickt und einfallsreich. Sie nehmen ihre Umwelt sehr im Detail wahr, in allen Farben und Schattierungen. Truthühner sind Vögel mit Charakter und Persönlichkeit, die ganz eindeutig individuelle intelligente Wesen bezeichnen.

In der Sprache der Seele symbolisiert der Wald unwegsames Terrain, verborgene Stätten, geheimnisvolle Athmosphäre.  Nicht wie die Nacht, die das Unbewusste symbolisiert. Der Wald assoziiert, was dem Tagesbewusstsein entzogen scheint. Die geistige Qualität, die der Truthahn bringt, vermute ich in der Belebung und Verschönerung dessen, was aus Gewohnheit unsichtbar geworden ist und sich der eigenen Wahrnehmung längst entzogen hat. Truthuhngeist ist geheimnisvoll kreativ und schickt Impulse in die Orte und Zeiten unseres Alltages, die wie sein Balzkleid zum Hingucken sind, die den Dornröschenschlaf verwaister Aufmerksamkeit für eine Sache beenden. Ein neuer Kreislauf von wacher Wahrnehmung kann beginnen.

Geisttier Fokus im November 2015

Hauspferd und Herbstbaum

 

Pferd2015Der Ort in dem ich wohne beherbergt einen Reitstall und viele Pferdefreunde. Auf den Wiesen rund um das Dorf grasen Pferde auf oft sehr klein parzellierten Flurstücken. Reiter führen ihre Tiere meistens  in langsamer Schrittart aus. Schnelligkeit und Ausdauer, diese großartigen Eigenschaften der Pferde werden kaum mehr sichtbar. Grasende Pferde können idyllisch anmuten, ihr Bewegungspotential ist jedoch eingeschränkt bis degeneriert. Die Kraft der Pferde, die sich in der Bewegung mit Geschicklichkeit und Ausdauer paart, steht beim Hauspferd, dass heute zu Freizeitzwecken gehalten wird, in negativer Bilanz.

Die Anfänge der Domestikation der Pferde sind schwer zu ermitteln. In Mesopotamien verbreiteten sich domestizierte Pferde zu Beginn des zweiten vorchristlichen Jahrtausends. Archäologen vermuten, dass sie aus Nord und Mitteleuropa eingeführt worden waren. Es handelte sich dabei um ein leichtes Pferd, dem heutigen Araber vergleichbar. Die Pferde verdrängten, die bereits sehr viel früher domestizierten Halbesel als wirtschaftliche Dienstkraft. Für alle Haustiere gilt, dass ihre Instinkte, im Vergleich mit ihrer Wildform nicht mehr intakt sind.

In seiner geistigen Qualität schenkt das Wildpferd dem Menschen Kraft und Ausdauer bei allen Lebensaufgaben , die wie eine stetige Quelle, die vitale Energie zu erfrischen vermag und die Libido positiv beeinflusst. Um nach der geistigen Qualität Ausschau zu halten, die das Hauspferd prägt, erscheint  es notwendig sich an die ehemaligen Wildpferdeherden und ihrer Domestikation zu eHerbstbaum2015rinnern.

Die Pferderasse Przewalski ist bis heute die einzige Art, die als Wildform überlebt hat.  Scheuheit ist allen Pferden zu eigen. Sie ziehen sich natürlicherweise gegenüber Fremden und Bedrängern zurück. Innerhalb einer Wildpferdherde spielt der Leithengst eine enorme Rolle, da er seine Herde zur Flucht antreibt. Er selbst stellt sich mutig zwischen seine Herde und den Feind und fordert ihn zum Kampf heraus. In der Begegnung mit dem Pferd erwies sich der Mensch als sein Bezwinger von Freiheit und selbstbestimmtem Leben. Dennoch nahmen die gefangenen Pferde den Menschen zum Freund, da er ihm gegenüber für Schutz und Futter sorgte, also die Position des Leithengstes und der Leitstute übernahm. Innerhalb der Wildpferdeherden war die Leitstute maßgeblich verantwortlich die Herde an die besten Futterplätze zu führen. Sie galt als die klügste Stute der Herde. Das unterworfene und gesättigte Pferd, dessen Herz von großer Sanftheit ist, hat sich dem Menschen vertraut gemacht und sich anvertraut. Mensch und Pferd wurden Gefährten und Freunde. Die geistige Qualität speziell der Hauspferde sehe ich in dieser Freundschaftsgabe.

Die Blätter der Laubbäume haben die Wege, die durch die Landschaft führen gelb gefärbt. Manch alter Geselle Baum zeigt seine knochigen alten Äste. Wird er im kommenden Frühjahr sein Laubkleid wieder tragen? Oder wird er bald abgeholzt werden oder ganz von alleine sterben. Der November ist satt mit dem Gedenken an die Toten und endende Lebensstationen.

 

Geisttier-Fokus im Oktober 2015

EichhörnchenEichhörnchen

Oktober, goldener Sonnenschein, Herbstblätter, gelb, rot, braun, Farbtöne zum Augenschmaus, farbige Wälder, bunte Alleen. Eichhörnchen haben in diesen Tagen viel zu tun. Sie sammeln und verstecken ihren Wintervorrat. Es ist die Freude, die der Mensch empfindet wenn er Eichhörnchen in Baumwipfeln springen sieht, die die Tiere so populär gemacht hat. Ihre tänzerische bis akrobatische Bewegungsart, wie leicht sie bis nach oben kommen, fasziniert. Ebenso ihre Agilität, zusammen mit der spielerischen  Gestaltung in dem Prozess der Vorratssammlung. Wer möchte nicht seinen eigenen Arbeitstag damit würzen? Eine Prise Geist-Eichhörnchen bitte – kleine Freude und leicht von der Hand gehendes Arbeiten. Eichhörnchen erinnern an diese Unbeschwertheit, die nur das gegenwärtige Ereignis fokussiert. Nicht zu verwechseln mit den Ereignissen, die die seelische Freude in materiellen Genuss kopieren möchten. Dazu gehören sicherlich die kleinen Einkäufe, von vermeintlich wichtigen oder schönen Dingen, die jeder schon dreimal hat; der fünfte Regenschirm, die sechste Handtasche, das siebte Kleingerät, der rote Lippenstift, die vierzigste App. Reue folgt auf leisen Sohlen, bleibt oft unbemerkt. Hierin ist sie dem Eichhörnchen gleich, dass oft lautlos für die menschlichen Ohren durch den Park huscht.

Jedes Eichhörnchen geht sehr behutsam mit den gesammelten Zapfen, Nüssen und Samen um. Sie tragen sie jeweils die Bäume hinunter, achtsam darauf, dass die Geschenke, die die Natur ihnen macht nicht beschädigt werden oder etwas verloren geht. In sich tragen sie die Informationen, die sie brauchen um ihre Ernte einzulagern. Jedes Tier agiert in einem Revier und vergräbt die Nahrung in einem bestimmten Muster, das neben seinem sehr feinen Geruchssinn die Orientierungshilfe für das Wiederfinden darstellt. Die Tiere kennen die Haltbarkeit der einzelnen Samen und Nussarten. Demzufolge graben sie die weniger haltbare Nahrung im Winter zuerst aus. Sie finden nicht immer alles wieder, was sie versteckt haben. So trägt das Eichhörnchen dazu bei, dass neue Bäume und Sträucher wachsen. Von der Not einen Wintervorrat anzuhäufen, ist für den europäischen Bürger heute nichts mehr zu spüren. Der weltweite Ressourcenverbrauch, der darin liegt, dass im Winter täglich frische Lebensmittel auf gedeckten Tischen liegen, ist enorm und bleibt für viele Menschen ausgeblendet. Über den seelischen Hunger mag das hinwegtäuschen. Doch es gelingt nur fadenscheinig. In seiner geistigen Qualität, möchte ich mir vorstellen, verschenkt das Geist- Eichhörnchen eine Fähigkeit, von den Ereignissen, die die Seele erhoben haben, eine Essenz einzulagern, die in mageren Zeiten, wie gefüllte Flakons aus lichtvollen und wärmenden Düften, wieder geöffnet werden können.

Geisttier-Fokus im September 2015

Hausrind und Milchkuh

  Hornlose Milchkuh

Mit der zweiten Septemberwoche beginnt in den Alpen der Almabtrieb. Das Licht des Sommers neigt sich zur Tag- und Nachtgleiche {22/23 September}. Die Menschen danken Gott für die reichhaltige Ernte der Sommermonate, eingeschlossen der ganzjährigen Nutztierhaltung und ihrer Produkte.

Die genetischen Ursprünge der europäischen Hausrinder werden nach aktuellem Forschungsstand in Anatolien und Syrien vermutet. Die zunehmend sesshaften Menschen fanden damals für ihren Ackerbau in den Rindern, die  bereits im Orient domestiziert worden waren, fähige Zugtiere.  In der langen Zeitspanne von ca. 8000 v. Chr. bis ins 18Jh. blieb die Rinderhaltung familiär und dem Tier zugewandt, auch wenn Tiere zur Fleischgewinnung getötet wurden. Die Sanftheit der Rinder wird im Hinduismus verehrt.  Die heilige Kuh schenkt der Bevölkerung fünf Dinge. Ghee, Dung, Urin, Milch und Lasshi. Sie gilt als himmlische Mutter und Göttin. Der Verzehr von Rindfleisch ist tabu, ebenso wie das Schlachten von Rindern, auch im Alter. Doch viele freilebende Rinder leiden Hunger und Durst und illegale Schlachthäuser betreiben ihr Geschäft bestialisch, mit dem Zweck die Haut der Tiere zu veräußern. Deutschland gehört mit Amerika zu den großen Abnehmern dieses Leders. In Europa partizipierte der Mensch bis ins 15 Jh. nur an der Milch der Kühe, bevor er mit einer bewussten Milchproduktion begann. Rinder stellten als helfende Kraft einen hohen Wert dar. Der Fleichkonsum pro Kopf Verzehr bemaß über lange Zeiten wohl einen Bruchteil des heutigen Konsums an Fleisch und lag ansonsten aber auch stets darunter. Niemals zuvor hat es solche bedrückende Nutztierhaltung gegeben wie sie die moderne, technisierte Massentierhaltung praktiziert.  Zusätzlich verkümmern durch intensive Rassenzüchtung, die alleine auf die Leistungsmerkmale zielen und die Gewinnspannen maximieren sollen, die Wesensmerkmale der Tiere. Rinder haben eine natürliche Lebenserwartung von mehr als 30 Jahren. Milchkühe, die mit spätenstens fünf Jahren geschlachtet werden, Kälber, die sofort von ihren Müttern getrennt werden und selber nur dem dem Schlachten entgegenwachsen, das sind verbrecherische Methoden, vor denen die Bevölkerung ganz allgemein die Augen schließt, ebenso wie vor der großen Anzahl getöteter Tiere.

Die geistige Qualität, die das Rind dem Menschen schenkt, liegt in der Bescheidenheit, die sich im eigenen Ich-Streben ausdrückt. Diese Eigenschaft der Zurückhaltung öffnet das Tor zur Weisheit, die als aufsteigende Kraft des Herzens ins dritte Auge fließt. Sie sind intelligente Tiere. Der weibliche Aspekt wird in der Fürsorge wahrgenommen, der männliche in authentischer Durchsetzungskraft. Die Rinder sind geduldige und ausdauernde Tiere. Ihre Energie zentriert sich im Herzen. Sie schenken mit ihrer Ruhe und Friedfertigkeit dem Leben bedingungsloses Vertrauen, wie säugende Kinder ihrer Mutter dies Vertrauen entgegen bringen.  Die existentielle Versorgung, sowohl im Gefühl als auch materiell,  ist als Grundenergie und Urvertrauen mit dem Wurzelchakra verbunden.

Bison2012WakanRinder sind Hornträger. Die Hörner haben Werkzeugfunktion, die für die freilebenden Tiere von großer Wichtigkeit sind und innerhalb der Herden der sozialen Verständigung dienen. In der heutigen landwirtschaftlichen Praxis ist es üblich geworden die jungen Kälber zu enthornen, insgesamt aus Platzgründen und um die Verletzungsgefahr in der Haltung zu verringern. Das ist sehr schmerzhafter Eingriff, der sich im Heranwachsen und späteren Leben mit gesundheitlichen Folgen sichtbar macht, jedoch bei dem geringen Lebensalter, die die Tiere bei uns haben ausgeblendet bleibt. In der geistigen Qualität der Rinder, wie bei allen Hornträgern, zeigt sich die Fähigkeit der subtilen geistigen Verständigung und Telepathie mit dem Himmel und den geistigen Energien ganz eng mit den Hörnern verknüpft. Als Geisttier verstärken sie die Impulse der Wahrnehmung und fördern die Wachheit und Aufnahmefähigkeit gegenüber der allseits beseelten Mitwelt.

 

Monatlicher Geisttier-Fokus im August 2015

Indischer Riesenflughund

In diesem Monat möchte ich Sie auf den indischen Subkontinent, in seine tropischen und subtropischen Klimazonen entführen. Dort leben die indischen Riesenflughunde. (Pteropus giganteus, Brünnich 1782}.

IndDie indischen Riesenflughunde sind nächtliche Fruchtfresser, die von ihren Schlafbäumen ausfliegen und auf Futtersuche gehen, sobald die Vögel des Tages sich zurückgezogen haben. Ihr Tagessehen ist farbig, mit einer Fehlsichtigkeit im roten Farbbereich, was sie jedoch für das Sehen in der Dämmerung differenzierter ausrüstet.

Als Geisttier schenkt das Tier eine Kraft, dessen gesundheitsfördernde Entfaltung ich in der Wechselwirkung zwischen haptischer Erlebnisdichte und der unbewussten Stimulation von Körperfunktionen vermute.

Bevorzugt essen sie im August die Früchte der Jambolanapflaume, Syzygium cumini und des Niembaumes, Azadirachta indica. Die adstringierende Wirkung und andere Wirkstoffe der Bäume sind bekannt und finden besonders in der Ayurvedischen Medizin ihre Anwendung. Die Jambolanapflaume gilt als anti-diabetisch, mit Wirkstoffen, die Einfluss auf die Stoffwechsellage und den Blutzuckerspiegel nehmen.

Die indischen Riesenflughunde leben in dem sozialen Verbund einer Kolonie, die meistens über hundert Individuen zählt und bis über tausend Tiere groß sein kann. Von einer Kolonie geht tagsüber ein stetiger Geräuschpegel, wie auch einige Bewegung aus. Tiere fliegen immer wieder auf, männliche Rivalen zanken sich um Schlafreviere oder ein Flughund wechselt seinen Platz um mehr Schatten zu erlangen. Flughunde sind wichtige Lebewesen im Kreislauf der Natur. Der indische Riesenflughund sorgt für die Verbreitung der Samen seiner Nahrungsbäume. Während der Nacht zeigen sie ein Flugverhalten bis zu 50 km weit.

Wissenschaftler, die die Stoffwechselleistung von Flughunden untersucht haben, fanden heraus, dass diese außergewöhnlich hoch ist. Dadurch wird eine Vielzahl an freien Radikalen im Blut erzeugt, die das Risiko einer Schädigung des Erbgutes bedeuten. Um die schädlichen Moleküle daran zu hindern, nehmen sie an, dass das Immunsystem der Tiere bereits zu Beginn ihrer Flugfähigkeit vor Millionen von Jahren umgebildet worden sei. Tatsache ist, dass das Immunsystem der Flughunde in einer Weise funktioniert, das es für Menschen oder andere Säugetiere tödlich verlaufende Infektionen besiegt. Von dieser Immunstärke können wir Menschen nur träumen. Allerdings gibt es auch für Flughunde neue Erreger, gegen die ihr Immunsystem nicht ankommt, wie derzeit ein Parasit zeigt, der Flughunde an der australischen Küste so lähmt, dass sie vom Baum fallen und sterben.

Flughunde verständigen sich durch Laute und durch Berührungen. Besonders in der Mutter-Kind Beziehung drückt diese liebevolle und vielschichtige, haptische Kommunikation die wunderschöne Sensibilität der Tiere aus.

Als Geisttier sehe ich den Indischen Riesenflughund betont im Chakrenfeld des Solarplexus, mit einer Wirkungskraft für die Organe des oberen Bauchraumes und Verdauungstrakts. Eine gehemmte Stoffwechsellage vermag er wieder anzukurbeln. Seine Immunstärke wirkt sich mobilisierend auf die körpereigenen Abwehrkräfte der Person aus, die ihn als Geisttier in sein Energiefeld bittet. In ihrer Sensibilität des Tastsinnes erkenne ich zusätzlich eine helfende Impulskraft, die die eigenen kindlichen körperlichen Bedürfnisse näher rücken lässt.

Bei sehr hohen Temperaturen fächern sich die Indischen Riesenflughunde gegenseitig Luft zu.  Wärme und Kältegrade beginnen für die Flughunde außerhalb der Spannbreite von 18°C bis 30°C.  Sie besitzen eine besondere Fähigkeit,  ihre Ummantelung der Flughäute bei zu kalten Temperaturen für eine ergiebige Körpererwärmung aufzuheizen.

Nutzen Sie den schönen Sommermonat August, die warmen Abende und Nächte um sich eigene haptische Wohlfühlereignisse zu schenken. Es ist der laue Sommerwind auf der Haut, das Schwimmen im Wasser, die gegenseitige Berührung mit den liebsten Menschen, das Spüren von Sand unter den Füßen, der Geruch frischer Feigen und anderer Früchte, im übertragenen Sinne, was Ihnen wohl bekommt. Die Geruchssinn der Flughunde ist sehr ausgeprägt, dass er beinahe ins haptische Erleben hineinreicht. Leichte Kleidung lässt den eigenen Körper Freiheit spüren; zum Fliegen leicht, mit berührungsempfindlicher Wahrnehmung verbunden, die Süße des Lebens genießend.

Karin El Rhazi

Anmerkung zu Flughunden: klick hier

Power Animal. Die Moderne

Power Animal. Die Moderne

1980 prägt der Ethnologe und spätere Gründer der Foundation for Shamanic Studies Dr. Michael Harner die Begriffe des  Core Shamanism und  Power Animal.

             Dr. Michael Harner

Michael Harner Zeich.

Power Animal bezeichnet das Tier, dass sich dem Adepten in der Seelenreise zeigt und ihn dort auch als Reit- oder Flugtier begleitet. Es nimmt Einfluss auf die Gesundheit des Menschen, daher kann seine Abwesenheit von Krankheit zeugen. Dem Zurückholen des Power Animal wird ein grundlegender Anteil von Heilung zuerkannt.

Mit der Ausbreitung des Core Shamanism hat sich im deutschsprachigen Raum für Power Animal der Begriff Krafttier eingebürgert. Power Animals und Krafttiere sind Begriffe der Moderne, losgelöst von der tiefen Religiosität und Bedeutung, die mit den Tiertotems und Spirit Animals  einst verbunden waren.