Geisttier Affe

Pageh-Stumpfnase, Simias concolor

Im Frühsommer 2017 lernte ich einen jungen Mann kennen.  In seiner Mimik und seinem körperlichen Ausdrucksvermögen nahm ich sofort einen Geisttier-Affen wahr. Wie ich schon an anderer Stelle mitgeteilt habe, erfolgt die Verständigung mit einem Tiergeist nicht in den Worten, die uns das Denken zur Verfügung stellt. Sie erfordert für mich eine innere Stille, in der das Empfangen subtiler Impulse und ihre erkenntnisreiche Übersetzung möglich wird.

Habitat: Mentawei Inseln vor der Westküste Sumatra

Pageh-Stumpfnasen gehören zu der Familie „Meerkatzenverwandte“, zählen zu den Schlankaffen und der Gattung Simias. Sie bewohnen als Außenseiter-Stumpfnasenaffen den Regenwald und sind selten am Boden. Sie sind reine Blätterfresser, besonnene Esser, meisterhaft im Klettern, mit einer entsprechend kraftvoll ausgebildeten Muskulatur im oberen Rücken.

Zum näheren Kennenlernen lud ich das Geisttier Pageh-Stumpfnase in meine Empfindungswelt ein. Ich nahm die ruhige bewusste Gegenwart des Tieres wahr. Er liebte es in die Weite zu schauen, dann zeigte er mir wie er sich gekonnt und mit Bedacht durch die Bäume hangeln konnte. Er schüttelte seinen Kopf, öffnete den Mund und ließ einen Ruf ertönen, in einer kurzen melodiösen Sequenz. Er machte Bewegungen mit den Händen und Armen, die durchweg ätherischen Charakter annahmen und sehr fließend waren. Seine Füße hatten ein geschicktes Eigenleben. Wieder rief er und schüttelte dabei den Kopf, ließ sich fallen und zeigte mir noch mehr Bewegungen, die ich als sehr weich und nuanciert wahrnahm.

In diesem Moment kam mein Kater ins Zimmer. Er fing augenblicklich an zu schnurren und suchte unsere Nähe. Ich streichelte ihn, doch es war der Affe, der mich empfinden ließ wie er die Katze energetisch durchströmte. Besonders eindrucksvoll empfand ich, dass jegliche Reibung und Widerstand, die normalerweise durch Fell, Muskulatur und Knochen gegeben waren, aufgehoben zu sein schienen.

Der Pageh-Stumpfnase-Affe fühlt sich ganz mit seiner Umgebung eins. Als ich ihn zu malen begann, schienen uns dichte Palmblätter zu umgeben, die nach oben lichter wurden. Seine Empfindungsfähigkeit vereinigte sich mit dem Element des Wassers, das in den Bäumen und Blättern zirkulierte, drückte sich aus innerhalb der Regenzeiten seines Biotops und dem nahen Ozean.

Sein Stirnchakra nahm ich wie ein Sinnesorgan wahr, dass auf seiner Stirn saß und somit zum Teil auch außerhalb von ihm selber lag. Dadurch entstand bei mir der Eindruck eines „Bewusstseins der Morgenröte“. Ich spürte seinen Wunsch an geistiger und spiritueller Weisheit teilzuhaben.

Das uneingeschränkte Geschenk aber, dass ich mit dem Geisttier verbunden sah, liegt in seiner energetischen Begabung. Die Pageh-Stumpfnase trägt einen feurigen Kern in seinem Empfinden, das kreatives Potential und energetische Bewusstsein beschreibt und von sexueller Kraft nicht zu trennen ist, die weiblich und männlich zugleich ist.
Pageh-Stumpfnasen weisen zwischen den Geschlechtern keine auffälligen Sexualdimorphismus auf, weibliche Affen führen gleichberechtigt die eher kleinen gemischt geschlechtlichen Gruppen an. Es gibt in der Tierart keine Führungsdominanz, die den männlichen Tieren vorbehalten ist.

Als unterstützendes Geisttier kann die Pageh-Stumpfnase jeder rufen, der seine ätherische Ausdruckskraft ausbilden möchte, vorzugsweise assoziiert mit Tai Chi, Qi Gong, Aikido, Akupunktur oder Akupressur.

Ich sehe eine schöne und seltene Qualität von Heilkraft mit der Pageh-Stumpfnase verbunden, die ihre entgiftende und regulierende Wirkungsweise ganz in den Fließbewegungen der Lebensenergien entfaltet.

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