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Geisttier-Fokus im September 2015

Hausrind und Milchkuh

  Hornlose Milchkuh

Mit der zweiten Septemberwoche beginnt in den Alpen der Almabtrieb. Das Licht des Sommers neigt sich zur Tag- und Nachtgleiche {22/23 September}. Die Menschen danken Gott für die reichhaltige Ernte der Sommermonate, eingeschlossen der ganzjährigen Nutztierhaltung und ihrer Produkte.

Die genetischen Ursprünge der europäischen Hausrinder werden nach aktuellem Forschungsstand in Anatolien und Syrien vermutet. Die zunehmend sesshaften Menschen fanden damals für ihren Ackerbau in den Rindern, die  bereits im Orient domestiziert worden waren, fähige Zugtiere.  In der langen Zeitspanne von ca. 8000 v. Chr. bis ins 18Jh. blieb die Rinderhaltung familiär und dem Tier zugewandt, auch wenn Tiere zur Fleischgewinnung getötet wurden. Die Sanftheit der Rinder wird im Hinduismus verehrt.  Die heilige Kuh schenkt der Bevölkerung fünf Dinge. Ghee, Dung, Urin, Milch und Lasshi. Sie gilt als himmlische Mutter und Göttin. Der Verzehr von Rindfleisch ist tabu, ebenso wie das Schlachten von Rindern, auch im Alter. Doch viele freilebende Rinder leiden Hunger und Durst und illegale Schlachthäuser betreiben ihr Geschäft bestialisch, mit dem Zweck die Haut der Tiere zu veräußern. Deutschland gehört mit Amerika zu den großen Abnehmern dieses Leders. In Europa partizipierte der Mensch bis ins 15 Jh. nur an der Milch der Kühe, bevor er mit einer bewussten Milchproduktion begann. Rinder stellten als helfende Kraft einen hohen Wert dar. Der Fleichkonsum pro Kopf Verzehr bemaß über lange Zeiten wohl einen Bruchteil des heutigen Konsums an Fleisch und lag ansonsten aber auch stets darunter. Niemals zuvor hat es solche bedrückende Nutztierhaltung gegeben wie sie die moderne, technisierte Massentierhaltung praktiziert.  Zusätzlich verkümmern durch intensive Rassenzüchtung, die alleine auf die Leistungsmerkmale zielen und die Gewinnspannen maximieren sollen, die Wesensmerkmale der Tiere. Rinder haben eine natürliche Lebenserwartung von mehr als 30 Jahren. Milchkühe, die mit spätenstens fünf Jahren geschlachtet werden, Kälber, die sofort von ihren Müttern getrennt werden und selber nur dem dem Schlachten entgegenwachsen, das sind verbrecherische Methoden, vor denen die Bevölkerung ganz allgemein die Augen schließt, ebenso wie vor der großen Anzahl getöteter Tiere.

Die geistige Qualität, die das Rind dem Menschen schenkt, liegt in der Bescheidenheit, die sich im eigenen Ich-Streben ausdrückt. Diese Eigenschaft der Zurückhaltung öffnet das Tor zur Weisheit, die als aufsteigende Kraft des Herzens ins dritte Auge fließt. Sie sind intelligente Tiere. Der weibliche Aspekt wird in der Fürsorge wahrgenommen, der männliche in authentischer Durchsetzungskraft. Die Rinder sind geduldige und ausdauernde Tiere. Ihre Energie zentriert sich im Herzen. Sie schenken mit ihrer Ruhe und Friedfertigkeit dem Leben bedingungsloses Vertrauen, wie säugende Kinder ihrer Mutter dies Vertrauen entgegen bringen.  Die existentielle Versorgung, sowohl im Gefühl als auch materiell,  ist als Grundenergie und Urvertrauen mit dem Wurzelchakra verbunden.

Bison2012WakanRinder sind Hornträger. Die Hörner haben Werkzeugfunktion, die für die freilebenden Tiere von großer Wichtigkeit sind und innerhalb der Herden der sozialen Verständigung dienen. In der heutigen landwirtschaftlichen Praxis ist es üblich geworden die jungen Kälber zu enthornen, insgesamt aus Platzgründen und um die Verletzungsgefahr in der Haltung zu verringern. Das ist sehr schmerzhafter Eingriff, der sich im Heranwachsen und späteren Leben mit gesundheitlichen Folgen sichtbar macht, jedoch bei dem geringen Lebensalter, die die Tiere bei uns haben ausgeblendet bleibt. In der geistigen Qualität der Rinder, wie bei allen Hornträgern, zeigt sich die Fähigkeit der subtilen geistigen Verständigung und Telepathie mit dem Himmel und den geistigen Energien ganz eng mit den Hörnern verknüpft. Als Geisttier verstärken sie die Impulse der Wahrnehmung und fördern die Wachheit und Aufnahmefähigkeit gegenüber der allseits beseelten Mitwelt.